Wozu dient der Bergbau? 

Bergbau ist zweifelsohne eng mit unserem Leben verbunden. Bevor wir uns mit den verschiedenen Arten des Bergbaus befassen, sollten wir uns ansehen, wozu dient der Bergbau? 

Zur Information: Ein Säugling, der heute geboren wird, wird in seinem Leben rund 750 Pfund Zink (für Haushaltsgeräte, Kosmetika und mehr), 800 Pfund Blei (für Batterien, medizinische Geräte und mehr), 1.500 Pfund Kupfer (für elektrische Leitungen und mehr), 3.593 Pfund Aluminium (für Geräte, Dosen, Flugzeuge und mehr) und 32.700 Pfund Eisen verbrauchen. Lesen Sie mehr über diese lebenslange Bedarfsabdeckung.   

Allein die Summe dieser fünf Mineralien übersteigt 20 Tonnen pro Person: etwa das Gewicht eines Pkw für 14 Personen. 

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Vier Arten des Bergbaus kommen am häufigsten vor.  

 

Tagebau

Der Tagebau eignet sich am besten für die Gewinnung von Mineralien, die sich nahe an der Erdoberfläche befinden. Außerdem ist diese Methode in der Regel kostengünstiger im Vergleich zum Bergbau unter Tage. Zu den gängigen Mineralien, die im Tagebau abgebaut werden, zählen Kohle, Eisen und Bauxit.

 

Bergbau unter Tage (oder Untertagebau)

Im Bergbau unter Tage gewinnt man Mineralien, die sich tief unter der Erdoberfläche befinden. Zu den gängigen Mineralien, die im Bergbau unter Tage abgebaut werden, zählen Gold, Blei und Silber. Merken wir uns, dass unterschiedliche Mineralien entweder durch Tagebau oder durch den Bergbau unter Tage abgebaut werden. Die relative Tiefe der Lagerstätte und der kommerzielle Wert des Minerals spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, welche Bergbaumethode angewendet werden soll. Ein Bergbau unter Tage kann eine Tiefe von nur 300 Metern oder von 3 Kilometern haben. Zum Beispiel hat die tiefste Untertagemine der Erde, die Mponeng Goldmine in Südafrika, eine Betriebstiefe von über 3,1 km.

 

Seifenbergbau

Beim Seifenbergbau werden wertvolle Metalle durch Sieben aus Sedimenten gelöst. Seifenbergbau findet oft in Flussbetten, Sandböden und Umgebungen statt, in denen es eine natürliche Ansammlung von Sedimenten gibt. Zu den gängigen Mineralien, die im Seifenbergbau gewonnen werden, zählen Platin, Zinn und Diamanten.

 

In-situ-Bergbau

In-situ-Bergbau ist die Methode zur Gewinnung von Mineralien aus der Erde, ohne dass dabei auch Gestein und Erz zur Aufbereitung mit an die Erdoberfläche gefördert wird. Dies wird erreicht, indem man eine Lösung injiziert, die das Mineral an seiner ursprünglichen Lagerstätte auflöst, und die Lösung, die nun mit den Mineralien angereichert ist, zurück an die Oberfläche pumpt. Das am häufigsten im In-situ-Bergbau abgebaute Mineral ist Uran.

Bergbauunternehmen berücksichtigen bei der Wahl zwischen diesen Bergbau-Methoden vier Faktoren: den Standort des Minerals, den wirtschaftlichen Wert der Lagerstätte, Umweltaspekte und die chemische Zusammensetzung des Minerals.

Arten des Tagebaus

 

Es gibt drei verbreitete Methoden für den Tagebau.  

 

Abraumbau

Beim Abraumbau wird eine Erdschicht abgetragen, um an die Mineralien zu gelangen, die sich in flachen Lagerstätten befinden, und anschließend in angrenzenden Bereichen fortgesetzt, ohne tiefer zu graben. Der Abraumbau eignet sich am besten für nicht tief liegende und horizontale Lagerstätten. Aktivitäten im Abraumbau wirken sich oft großflächig aus. Dies liegt daran, dass sich die Aushubaktivität beim Abbau von oberflächennahen Ablagerungen an der Oberfläche fortsetzt.

 

Bergbau in der Tagebaugrube

Beim Bergbau in der Tagebaugrube wird die Erde vertikal in einer Tagebaugrube abgetragen, um die Mineralvorkommen abzubauen. Diese Methode bietet sich vor allem für Mineralvorkommen an, die sich nahe an der Erdoberfläche befinden, sich aber nicht horizontal angesammelt haben. Der Bergbau in der Tagebaugrube beschränkt sich oft auf eine kleinere Fläche. Das liegt daran, dass die Abbautätigkeiten tiefer in der Erde stattfinden und nicht horizontal an der Oberfläche, wie beim Abraumbau.

 

Bergbau durch Gipfelabsprengung

Einfach ausgedrückt, handelt es sich bei dieser Methode um die Tätigkeit des Abtragens der Spitze eines Berges oder eines Hügels, um die darunter abgelagerten Mineralien abzubauen. Der Abraum wird dann zum Auffüllen der umliegenden Mulden verwendet. Der Bergbau in der Tagebaugrube und der Bergbau durch Gipfelabsprengung überschneiden sich zum Teil. Ein Beispiel ist der Bergbau in einer Tagebaugrube in Chile, die sich an einem der Gipfel einer Bergkette befindet.

Arten des Bergbaus unter Tage (oder Untertagebau)

 

Es gibt drei verbreitete Methoden für den Bergbau unter Tage.

 

Örterpfeilerbau

Unter Örterpfeilerbau versteht man die Gewinnung von Mineralien aus Hohlräumen, die in Erzlagerstätten eingelassen sind. Diese Methode beinhaltet das Ausgraben von Kammern oder Räumen innerhalb des Erzlagers, indem Säulen in den Zwischenräumen belassen werden, um die Decke zu halten. Der Großteil der Mineraliengewinnung findet in solchen Räumen statt. Die Stützpfeiler können auch gegen Ende des Arbeitszyklus der Mine oder wenn der Bergbau auf eine andere Ebene wechselt abgebaut werden.

 

Blockbruchbau

Der Bergbau im Blockbruchbau-Verfahren beinhaltet das unterirdische Bohren von Löchern unterhalb des Erzvorkommens und das Aufbrechen des Erzes und des Gesteins durch geplante Sprengungen. Das Gemisch aus Gestein und Erz sinkt dann mit Hilfe der Schwerkraft tiefer, und wird zur Verarbeitung abtransportiert. Der Bergbau im Blockbruchbau findet oft statt, wenn die Förderung in der Tagebaugrube unwirtschaftlich wird.


 

Strebbau

Unter Strebbau versteht man die Gewinnung von Mineralien mit Hilfe eines großen Walzenladers, der oft an einem Förderbandsystem montiert ist. Der Walzenlader bewegt sich durch das Erzlager und extrahiert dabei die Mineralien. Strebbau eignet sich am besten für Erzlagerstätten, die horizontal und konstant verteilt sind. Zur Kohleförderung bedient man sich häufig der Bergbaumethode des Strebbaus.